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Gemeinsam Mehrwert gestalten

Mehr als 32 LKW sind bestellt, die Hotelzimmer gebucht: Wenn für die HEGLA-Gruppe die Glasstec beginnt, ließ das in der Vergangenheit viel erwarten.

Neben zahlreichen Maschinen im Echtbetrieb bietet der Stand A55 in Halle 14 viele Eindrücke. „Mehrwert gemeinsam gestalten“ ist das Motto der HEGLA-Gruppe mit dem das Fachpublikum zum Wiedersehen eingeladen wird. „Wir haben den Fokus auf das hier und heute gelegt und wollen Lösungen zeigen, mit denen unsere Kunden nachhaltige Mehrwerte erzielen können“, betont der Geschäftsführer Bernhard Hötger.

Laserdiodentechnik verkürzt Heizzeit und erhöht die Wertschöpfung im VSG-Zuschnitt

„Eines unserer Herzensprojekte im Maschinenbau war, die Taktzeit im VSG-Zuschnitt deutlich zu verbessern“, erklärt Bernhard Hötger. Herausgekommen ist dabei die Laserdiodenheizung. Die neue Lasertechnik fokussiert die Folie genau in der Ritzkontur und erreicht deutlich schneller die Transformationstemperatur als die konventionellen Heizröhren. „Durch die gebündelte Wärmeeinbringung verbessert sich die Produktivität des gesamten Schneidprozesses um 20 Prozent, so dass ein deutlich höherer Scheibendurchsatz erzielt werden kann“, so Hötger weiter. Der umliegende Scheibenbereich bleibt kalt und macht Folgeschnitte ohne Wartezeit möglich.  Vorteilhaft ist dies auch für die Kantenqualität, da eine spätere Delamination systematisch verhindert wird. Erstmals zeigt HEGLA auch ein vertikales Restesystem zur Verringerung des Glasverschnitts.

Software der neusten Generation

Mit Cut+ hatte die HEGLA-HANIC bereits im letzten Jahr eine vollständig neu programmierte Software für die Organisation eines Schneidtisches (HMI) vorgestellt. Zur Glasstec geben die Bochumer den Besucher*innen nun einen Einblick in die neue Generation des ERP-Systems, das von der digitalen Auftragserfassung über das Lager, über die einzelnen Maschinen bis zur Auslieferung auf der Baustelle alle Prozesse integrieren kann. „Der Standard OPC UA, die Digitalisierung und der zunehmende Grad der Automation waren für uns der Anstoß unser ERP durch die Microsoft-Entwicklungsplattform Dynamics 365 noch offener zu gestalten“, beschreibt der HEGLA-HANIC Geschäftsführer Dr. Jan Schäpers. Durch die neue Softwarebasis sei es nun möglich, einerseits zahlreiche Add-Ons beispielsweise für die Finanzbuchhaltung oder das Controlling über die Microsoft-Plattform freizuschalten und andererseits verschiedenste Programme mit nur geringem Aufwand einzubinden. Als vollständig neu entwickelte Software ist diese perfekt auf alle aktuellen Systeme angepasst.

Aus Standard wird Mehrwert

Vogelschutzglas, antibakterielle Scheiben, heizbares Glas oder mobilfunkdurchlässige ISO-Einheit: Wie einfach aus einem Standardprodukt ein Handelsgut mit Mehrwert werden kann, möchte die HEGLA boraident aus Halle/Saale unter Beweis stellen. „Wir wollen durch verschiedene Muster einen Eindruck geben, wie flexibel Glas durch Abtragen oder Umwandeln der Funktionsschicht oder durch oberflächenschonenden Aufdruck mit dem Laserbird veredelt werden kann“, erklärt der Entwicklungsleiter der HEGLA boraident Dr. Thomas Rainer. Neben der Möglichkeit ohne Vorrüstzeiten oder Dienstleister ein Glas zu funktionalisieren, ist für Thomas Rainer einer der größten Vorteile „die Stückzahl eins“: „Über die bedienerfreundliche Oberfläche oder durch Anbindung an das ERP kann jede Scheibe einzeln und ohne Wartezeit mit den verschiedenen Veredelungen bearbeitet werden“.

Mehr Effizienz und Automatisierung für den Härteofen

Gehärtetes Glas so gut wie Glas nur sein kann ist das Versprechen der HEGLA TaiFin aus Finnland, die durch Konvektionstechnologie und engmaschig steuerbaren Heizzonen mit Qualitäten weit über dem Branchenstandard wirbt. „Wir haben eine der besten Härteofen­technolgien auf dem Markt und wollen nun auf der Glasstec einen Eindruck geben, was noch alles möglich ist, wenn starke Partner zusammenarbeiten“, betont Teemu Kolka, Niederlassungsleiter der HEGLA TaiFin. Durch die Ofenbettoptimierung der HEGLA-HANIC wird die optimale Batchbelegung ermittelt, für maximale Automation kann das Glas durch die automatische Batchbildung der HEGLA bedienerlos zusammengestellt und als „Debatching“ wieder vereinzelt werden. Optionale Qualitätsscanner überwachen die Qualität und passen gegebenenfalls in Kombination mit der intelligenten Optimierung der HEGLA New Technology die Ofenrezepte an.

Durch diese ganzheitliche Betrachtung wird der Gesamtdurchsatz einer solchen Anlage signifikant gesteigert und spart zudem noch enorme Energie.

Übergreifende Informationen und perfekte Wartung per App

Dem steigenden Bedarf nach Informationen und definierten Prozessen stellt sich die Shop-Floor-App der HEGLA New Technology. Maschinen und Anlagen können herstellerübergreifend im Wartungsbereich der App integriert und beispielsweise Dokumentationen und Ersatzteillisten hinterlegt werden. Ein automatisches Ticketsystem erinnert dann an die erforderlichen Wartungen und speichert deren Ausführung. Der Betriebsleiter kann Aufgaben einem Mitarbeiter zuordnen, so dass auch die Arbeitsorganisation eine Plattform findet. Zusätzliche Möglichkeiten bietet der Shop-Floor-Assistant unter anderem als Tool zur Auslösung von Prozessen, wie dem Schreiben von Versandpapieren oder zur Bruchmeldung. Ebenfalls gibt es Funktionen zur ortsunabhängigen Produkt­nachverfolgung. Per Scan kann ein QR-Code der Glasmarkierung oder des Fertigungsetiketts eingelesen und auf die vorkonfigurierten Daten zugegriffen werden. „Der Shop-Floor-Assistant gibt flexible Möglichkeiten und liefert Informationen, wo immer sie gebraucht werden“, erklärt Dr. Markus Schoisswohl, Geschäftsführer der HEGLA New Technology.

„Wir freuen uns auf die Glasstec und das Aufeinandertreffen der weltweiten Glasbranche“, betont Bernhard Hötger. „Viele Kundinnen und Kunden haben wir in diesen dynamischen Zeiten länger nicht mehr gesehen und damit ergibt sich dann die Möglichkeit zum spontanen fachlichen und persönlichen Austausch“.

Sie finden die HEGLA-Gruppe in Halle 14, Stand A55.

Pressekontakt:

HEGLA GmbH & Co. KG
37688 Beverungen

Carsten Koch
Telefon + 49 (0) 52 73 / 9 05 - 121
E-Mail: carsten.koch(at)hegla.de 

Bild 1: Die ProLam LSR ist serienmäßig mit der Laserdiodenheiztechnik ausgestattet und steigert so die Produktivität um zwanzig Prozent und mehr, gemessen am Scheibendurchsatz.

Bild 2: Aus Standard wird Mehrwert – durch die Bearbeitung mit dem Laserbird der HEGLA boraident wird beispielsweise eine Standardscheibe zum Vogelschutzglas oder zur mobilfunkdurchlässigen Scheibe

Bild 3: Mit verschiedenen Lasern und hinterlegten Programmen kann der Laserbird Funktionsschichten von Gläsern abtragen, strukturieren und funktionalisieren und so eine Scheibe zur mobilfunk¬durchlässigen Einheit oder zum antibakteriellen Glas individuell und ohne Vorrüstzeit veredeln.

Bild 4: Der HEGLA-TaiFin CTF mit Vollkonvektion verspricht gehärtete Gläser so perfekt wie Glas nur sein kann.

Bild 5: Zur Glasstec stellt die HEGLA-HANIC ein neues ERP-System vor, das durch die Microsoft-Entwicklungsplattform Dynamics 365 systemoffen gestaltet ist, zahlreiche Microsoft Add-ons zulässt und von der digitalen Auftragserfassung über das Lager, über die einzelnen Maschinen bis zur Auslieferung auf der Baustelle alle Prozesse integrieren kann

Bild 6: Die HEGLA New Technology Shop-Floor App ermöglicht Datenzugriff und Produktnachverfolgung an jedem Ort und zu jeder Zeit. Die Maintenance Funktion der App verfügt über ein Ticketsystem und bietet herstellerübergreifend Zugriff beispielsweise auf Dokumentationen und Ersatzteillisten und erleichtert so Wartung und Service.